Immobilien mit Bitcoin kaufen: Ist der Markt bereit?

Immobilien mit Bitcoin kaufen: Der Markt der Kryptowährungen ist im Moment so lukrativ wie unberechenbar. Trotzdem, viele halten Bitcoin und Co. für das Zahlungsmittel der Zukunft.

Immobilien mit Bitcoin kaufen: Ist der Markt bereit? (Foto: goodegg0843)
Immobilien mit Bitcoin kaufen: Ist der Markt bereit? (Foto: goodegg0843)

Immobilien mit Bitcoin kaufen

“In fünf bis zehn Jahren werden die Kryptos überall sein. Und das Bargeld wird gleichzeitig zunehmend aus unseren Portemonnaies verschwinden.” Helmut Freitag, Immobilienexperte bei der GREAT AG in Langenhagen, sieht die Kryptowährungen auch bald im Immobilienmarkt Fuß fassen.

Letztes Jahr wurde in Großbritannien eine Villa im Wert von 18 Millionen Pfund nur mit Bitcoin bezahlt. Auch in der Schweiz wurde eine Villa für 829 Bitcoin verkauft. Investoren auf der ganzen Welt experimentieren mit digitalen Währungen – und seit letztem Jahr auch Investoren im Immobiliengeschäft.

Digitale Währungen sind eben super effizient, einfach und werden (noch) nicht versteuert. Bitcoin un Co. operieren außerdem unabhängig von Banken und sind deshalb keinen finanziellen Regulierungen unterworfen. Bei der Villa in der Schweiz wurde der gesamte Betrag in Bruchteilen einer Sekunde an der Verkäufer übermittelt. Ein Traum für Immobilienbesitzer, die mit vielen Objekten in Ländern mit unterschiedlichen Währungen handeln.

Die German Real Estate Asset Trust AG bei Hannover ist als Investmentfirma deshalb auch sehr an neuen Entwicklungen mit Kryptowährungen interessiert. Auch ältere Menschen machen sich inzwischen mit digitalen Währungen vertraut, da Banken nur noch selten Immobilienkredite an Menschen im Alter vergeben.

Die britische Immobilienfirma London Wall ist bereits einen Schritt voraus und akzeptiert inzwischen ausschließlich Bitcoin als Zahlungsmittel. Doch ist der Markt dafür schon bereit?

Auf den ersten Blick scheint das Geschäft mit digitalen Währungen zu funktionieren. “Viele vergessen aber, dass bei Top Immobiliendeals Steuern in Höhe von mehreren Millionen Euro anfallen. Das Finanzamt wird damit nicht lange mitspielen,” erklärt Helmut Freitag.

Auch die Anonymität der Bitcoins ist zweifelhaft. “Woher weiß man denn, dass die Bitcoins nicht von illegalen Geschäften stammen und für Geldwäsche benutzt werden?” Als erfahrener Vorstand der GREAT AG ist Freitag desawegen noch vorsichtig mit dieser Technologie.

Noch ist es sehr schwer, die Bitcoins zurück zu verfolgen. In der Zukunft muss es eine Art Verifizierung geben, die Bitcoins überprüft und legitimiert. Sobald man sich über die Herkunft und Legalität der Kryptos sicher sein kann, ist auch der Immobilienmarkt für digitale Währungen bereit.

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